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Warum machen Menschen IQ – Tests ?

Diese Frage stellte Julia Bönisch in der Süddeutschen vom 18.09.08 einem Mitglied des Hochbegabten – Klubs Mensa.

Hintergrund ist der Tag der Intelligenz, an dem Freiwillige sich einem IQ-Test unterziehen – und ab einem IQ von 130 – Mitglied bei Mensa werden können. Der Koordinator dieses Tages Christoph Wimmer antwortete wie folgt : „Die Leute haben ganz unterschiedliche Motive: Die einen wollen einfach aus Neugier herausfinden, wie hoch ihr IQ ist. Die anderen brauchen eine Bestätigung für ihr Selbstwertgefühl. Nur wirklich ganze Wenige gibt es, die mit dem Ergebnis protzen möchten, aber das reden wir den Leuten ganz schnell wieder aus. Untereinander sprechen wir auch nicht über unsere Werte. Solange wir wissen, dass jemand einen IQ von über
130 hat und damit zu den oberen zwei Prozent zählt, reicht uns das.“

Aus dem Blickwinkel menschlicher Motivationspotenziale heraus betrachtet ist dies durchaus eine spannende Frage und auch Antwort.

Ist es das Motiv …

  • Wissen,
    also der innere Antrieb knifflige Probleme zu lösen und sich mit theoretischen Fragestellungen zu beschäftigen
  • Status,
    d.h. der innere Wunsch etwas „Besonderes“ zu sein – vielleicht in Form einer Mitgliedschaft in diesem Klub ?
  • Anerkennung,
    und sich trotz dem möglicherweisen bedrohlichen Ergebnis ( Ich bin doch nicht so schlau wie ich dachte ) dieser Herausforderung zu stellen – in der Hoffnung, dass das Ergebnis passt und die Person bestätigt ?
  • Wettkampf,
    d.h. die innere Freude sich bei diesem Verfahren mit anderen zu messen und einen IQ – Punkt mehr zu ergattern ?

Am Ende des Tages muss diese Frage dann jeder für sich selbst beantworten – einfacher wird es mit Unterstützung ?